Ein Ausflug am Mittwoch, in der letzten Woche meines Aufenthaltes hier in Indonesien, führte uns ganz in den Westen von Java, nach Anyer. Von Anyer aus kann man auf den "Anak Krakatau" sehen. Anak deswegen, weil "Anak das Kind" auf indonesisch ist, denn nach dem letzten großen Ausbruch des Vulkans von 1883 blieb von seiner ursprünglichen Form nicht mehr viel übrig.
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| Der Anak Krakatau liegt gegenüber der Westküste Javas. |

Man fährt von Jakarta in etwa zwei Stunden mit dem Auto um an die Westküste zu gelangen.
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In Anyer angekommen findet man die üblichen touristischen Verkaufstände und Buden, wie ich sie an anderen Orten Asiens auch schon gesehen habe.
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| Zwei Jahre nach dem Vulkanausbruch von 1883 wurde von den Holländern dieser Leuchtturm gebaut. |
Wie überall in den Subtropen findet man den (ursprünglich in Polynesien beheimateten) Brotfruchtbaum. Die dicken Früchte ähneln denen der Jackfruit und auch der Durian. Allerdings hat die Durian, auch Stinkfrucht genannt, eine stacheligere Schale.
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| Blick auf die Sundastrasse, einer Meerenge zwischen Sumatra und Java. Sie ist die wichtigste Schiffsverbindung vom Südchinesischen Meer in den Indischen Ozean. Nach dem großen Ausbruch des Krakatau haben sich sogar die Tiefenverhältnisse des Meeresgrundes verändert. |
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| Nur schemenhaft im Hintergrund zu erkennen ist der Krakatau. |
1883 erlangte der Krakatau seine traurige Berühmtheit. Der Knall der Explosion war so stark, dass es in fast 5.000 Kilometen noch zu hören war. Dieser Knall gilt als das lauteste Geräusch, das je ein menschliches Ohr gehört hat. Die Druckwelle seiner Explosion umkreiste siebenmal die Erde. 36.400 Menschen wurde Opfer dieser Katastrophe. Zufällig wurde zwei Jahre vor der Katastrophe das erste unterseeische Telegraphenkabel verlegt und die Welt konnte erstmals zeitnahe am Geschehen teilhaben. Es war die Geburtsstunde des "globalen Dorfes" und der Gründung der Nachrichtenagenturen wie Reuters.
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| Unmittelbar am Stand von Anyer gelegen ist das "Hotel Marbella" |
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| Zunächst einmal macht das Hotel einen guten Eindruck. |
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| Direkter Zugang zum Meer, tropische Pflanzen, ein Pool und eine Poolbar. Trotzdem ist spürbar dass, wie mir erzählt wurde, nach dem Tsunami die Gäste wegblieben. Ein wenig in die Tage gekommen wartet nun dieser Hotelkomplex auf bessere Zeiten und mehr Besucher. |
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| Der Lack ist ab! |
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| Das Personal ist hier nicht gleich zu finden. Obwohl immer viele indonesische Angestellte da sind. Zu viele Mitarbeiter für wenig Gäste. Kein Wunder das man mit den erforderlichen Reparaturarbeiten nicht nachkommt. |
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| Langer Blick in die Palmen bevor der Cappuccino kommt! |
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| Das Hotel hatte kaum Gäste, trotzdem warten die Verkäufer auf Käufer. |
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Ein Sturm hatte die Hütten vor ein paar Tagen zerstört. Nun muss wieder aufgebaut werden.
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Was heute alles ganz friedlich aussieht, war am 26.12. 2004 die Mega Katastrophe. Das Erdbeben, das den anschließenden Tsunami auslöste, war gleich um die Ecke, in Sumatra. Mit einer Stärke von 9,1 und einer freigesetzten Energie von 475 Megatonnen TNT, eines der stärksten Beben in der Geschichte der Menschheit. Die Folge waren 230.000 Tote, davon allein in Indonesien 163.000. Die Bilder haben wir ja alle noch im Kopf!
Bevor wir aber unsere Heimfahrt angetreten sind lohnte sich nochmals ein Blick auf den Ozean und auf die Wellen. Das Wasser ist angenehm warm, fast wie in einer übergroßen Badewanne.
Mein "Lunch" im Hotelrestaurant war ein typisch indonesisches Gericht.
Also das Local-Bier war lecker und der Preis für alles gering, umgerechnet alles in allem für schlappe 16,- €
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