Mittwoch, 25. Januar 2017

Der Krakatau, die Sundastrasse und das Hotel Marbella





 Ein Ausflug am Mittwoch, in der letzten Woche meines Aufenthaltes hier in Indonesien, führte uns ganz in den Westen von Java, nach Anyer. Von Anyer aus kann man auf den "Anak Krakatau" sehen. Anak deswegen, weil "Anak das Kind" auf indonesisch ist, denn nach dem letzten großen Ausbruch des Vulkans von 1883 blieb von seiner ursprünglichen Form nicht mehr viel übrig.


Bildergebnis für Krakatau
Der Anak Krakatau liegt gegenüber der Westküste Javas.

  
Man fährt von Jakarta in etwa zwei Stunden mit dem Auto um an die Westküste zu gelangen.


In Anyer angekommen findet man die üblichen touristischen Verkaufstände und Buden, wie ich sie an anderen Orten Asiens auch schon gesehen habe.




Zwei Jahre nach dem Vulkanausbruch von 1883 wurde von den Holländern dieser Leuchtturm gebaut.


Wie überall in den Subtropen findet man den (ursprünglich in Polynesien beheimateten) Brotfruchtbaum. Die dicken Früchte ähneln denen der Jackfruit und auch der Durian. Allerdings hat die Durian, auch Stinkfrucht genannt, eine stacheligere Schale.


Blick auf die Sundastrasse, einer Meerenge zwischen Sumatra und Java. Sie ist die wichtigste Schiffsverbindung vom Südchinesischen Meer in den Indischen Ozean. Nach dem großen Ausbruch des Krakatau haben sich sogar die Tiefenverhältnisse des Meeresgrundes verändert.

Nur schemenhaft im Hintergrund zu erkennen ist der Krakatau. 

1883 erlangte der Krakatau seine traurige Berühmtheit. Der Knall der Explosion war so stark, dass es in fast 5.000 Kilometen noch zu hören war. Dieser Knall gilt als das lauteste Geräusch, das je ein menschliches Ohr gehört hat. Die Druckwelle seiner Explosion umkreiste siebenmal die Erde. 36.400 Menschen wurde Opfer dieser Katastrophe. Zufällig wurde zwei Jahre vor der Katastrophe das erste unterseeische Telegraphenkabel verlegt und die Welt konnte erstmals zeitnahe am Geschehen teilhaben. Es war die Geburtsstunde des "globalen Dorfes" und der Gründung der Nachrichtenagenturen wie Reuters.

Unmittelbar am Stand von Anyer gelegen ist das "Hotel Marbella"

Zunächst einmal macht das Hotel einen guten Eindruck.

Direkter Zugang zum Meer, tropische Pflanzen, ein Pool und eine Poolbar. Trotzdem ist spürbar dass, wie mir erzählt wurde, nach dem Tsunami die Gäste wegblieben. Ein wenig in die Tage gekommen wartet nun dieser Hotelkomplex auf bessere Zeiten und mehr Besucher.


Der Lack ist ab!

Das Personal ist hier nicht gleich zu finden. Obwohl immer viele indonesische Angestellte da sind. Zu viele Mitarbeiter für wenig Gäste. Kein Wunder das man mit den erforderlichen Reparaturarbeiten nicht nachkommt.

Langer Blick in die Palmen bevor der Cappuccino kommt!
Das Hotel hatte kaum Gäste, trotzdem warten die Verkäufer auf Käufer.

Ein Sturm hatte die Hütten vor ein paar Tagen zerstört. Nun muss wieder aufgebaut werden.


Was heute alles ganz friedlich aussieht, war am 26.12. 2004 die Mega Katastrophe. Das Erdbeben, das den anschließenden Tsunami auslöste, war gleich um die Ecke, in Sumatra. Mit einer Stärke von 9,1 und einer freigesetzten Energie von 475 Megatonnen TNT, eines der stärksten Beben in der Geschichte der Menschheit. Die Folge waren 230.000 Tote, davon allein in Indonesien 163.000. Die Bilder haben wir ja alle noch im Kopf!



Bevor wir aber unsere Heimfahrt angetreten sind lohnte sich nochmals ein Blick auf den Ozean und auf die Wellen. Das Wasser ist angenehm warm, fast wie in einer übergroßen Badewanne.





Mein "Lunch" im Hotelrestaurant war ein typisch indonesisches Gericht.

Also das Local-Bier war lecker und der Preis für alles gering, umgerechnet alles in allem für schlappe 16,- €






Montag, 23. Januar 2017

Bogor ASTI Lippo Karawaci




Bogor Asti Lippo Karawaci ist nicht etwa ein indonesischer Satz oder ein Zitat, sondern lediglich eine Auflistung von drei Orten die ich besucht habe.

Bogor ist ein kleiner Ort 60 Kilometer südlich von Jakarta den man hauptsächlich wegen des Botanischen Gartens besucht. Die vorgelagerten kleinen Städte wie Bogor, Tangerang und Bekasi wachsen allmählich immer mehr an Jakarta heran und werden so eines der größten einheitlichen Siedlungsgebiete der Welt bilden. Bogor ist regenreicher als Jakarta, darum auch Regenstadt genannt und so war es auch bei unserer Ankunft, es regnete in Strömen. Das sollte uns aber nicht hindern in den Botanischen Garten zu gehen.

Der Park wird in diesem Jahr 200 Jahre alt.


Angrenzend und im Hintergrund sichtbar der außerhalb des Parks gelegene Präsidentenpalast.


Deutlich zu erkennen ist hier der Lotus-Effekt der Seerosenblätter der die geringe Benetzbarkeit der Oberfläche bezeichnet. Das Wasser perlt ab und nimmt auch Schmutzparikel auf der Oberfläche mit. Entdeckt wurde dieser Effekt von Wilhelm Barthlott von der Rheinischen Friedrich Wilhelm Universität Bonn, Kirstens erster Professor während ihres Grundstudiums in Bonn.


Die Gärten wurden im Mai 1817 offiziell als Botanischer Garten angelegt und verwendet, um Forschung und Entwicklung von Pflanzen und Saatgut aus allen Teilen des Indonesischen Archipels zu betreiben. Diese Tradition wird auch heute noch fortgesetzt.
Es gibt mehr als 15.000 verschiedene Arten von Pflanzen, Palmen, Blumen und Orchideen.





























































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ASTI ist die Abkürzung für "Animal Sanctuary Trust Indonesia"

ASTI ist eine gemeinnützige Organisation die als Wohltätigkeitsorganisation des indonesischen Ministeriums für Forstwirtschaft registriert ist.

Bei ASTI kümmert man sich um vertriebene Wildtiere.

Die Vertreibung findet statt durch die Zerstörung des Lebensraumes. Beispiel Palmöl-Anbau.

 

Man will dem Problem von durch Wilderei und Tierhandel reduzierten Arten entgegen wirken.


















Organisiert wurde dieser Ausflug von "Die Brücke-Jakarta", einer gemeinnützigen Stiftung die deutschsprachige Menschen jeder Nationalität zusammenführt. "Die Brücke" unterstützt indonesische Sozialprojekte im Bereich Bildung und Gesundheit, und sorgt für Sach- und Geldspenden für kranke und benachteiligte Kinder und Erwachsene. Darauf Aufmerksam gemacht hat mich Rick, ein Freund aus San Francisco, selbst gebürtiger Indonesier aus Jakarta, beim Meet up Treffen vom German Stammtisch (siehe SF-Blog).

Der Mundschutz schützt die Tiere vor Krankheiten die vom Menschen übertragen werden können.

Hinter dieser Tür verborgen sind die Krankheiten der Menschen!!
Dem ist ja auch wohl nichts hinzu zu fügen.
Er hatte einen weiten Weg hinter sich. Tiger gibt es in Indonesien nur noch in Sumatra.




 
Ziel ist immer die gesundheitliche Rehabilitation und die anschließende Freisetzung der Tiere.


Angenommen werden Tiere die von der Regierung beschlagnahmt wurden. Akzeptiert werden nur gefährdete indonesische Arten wie Reptilien, Vögel und Säugetiere.
Die Kapazität beträgt nicht mehr als 70 Tiere.





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Die Lippo Karawaci:

Lippo Karawaci ist ein eher neues Viertel im Nord-Westen von Jakarta. Hier entstehen neue Wohnungen für die hier immer mehr aufstrebende Mittelschicht. Lippo Karawaci ist ein schönes Beispiel dafür, was hier in  Indonesien an städtischer Entwicklung und Veränderung möglich ist.

So ist es geplant. Modell für den Fang von neuen Eigentümern. Je Gebäude ca. 30 Stockwerke hoch, pro Etage 3-4 Wohnungen. Ich zähle mehr als zwanzig Gebäude. Davor der obligatorische Golfplatz. Jakarta ist voll von diesen Satellitenstädten. Dies ist ja nur "eine Neue"!

Eine Wohnung haben wir besichtigt. Sie ist als Musterbeispiel in der Mall zu sehen. 


                                      

Eingang von der Mall (mit chinesischer Begleitmusik und Ambiente ) zu den Musterwohnungen.








Der Quadratmeter kostet umgerechnet 1500,- Euro, was für unsere Verhältnisse günstig ist.


Gleich nebenan befindet sich das Restaurant vom Golfplatz.
......ich glaube mein Handycap liegt bei -0,0.....

Im Kolonialstil gehaltenes Restaurant, wenn man nach dem Spiel und dem Handycap 18 noch
mit den Geschäftspartnern eine Flasche Moet & Chandon killen möchte.